Das Kollegitheater bringt in diesem Schuljahr erneut ein Stück Shakespeares zur Aufführung, freilich in einer sehr freien Mundartfassung und angepasst an die grosse Zahl der Spielerinnen und Spieler. Auch musikalische und choreographische Elemente haben wieder ihren festen Platz – wofür das Stück auch reichlich Gelegenheit bietet.

Im ‚Sturm’ geht es um Verschwörungen und Intrigen, um Herrschaft und Unterdrückung, um Utopie und Scheitern, um Hass und Versöhnung – alles lokalisiert in einer Welt, in der Magie, Illusion und Verzauberung das Handeln bestimmen. Ein anspruchsvoller Stoff, der aber bei Shakespeare mit viel Humor aus dem Wissen um die labile Verfassung des Menschen umgesetzt wird.

24 Schülerinnen und Schüler der KKS entführen spielend, singend und tanzend in die magische Inselwelt des Prospero.

Produktionsdetails

Regie & Produktionsleitung Klaus Opilik
Co-Regie & Mundartfassung Georg Suter
Musikalische Leitung Michael Schlüssel
Choreographie Hanna Landolt
Gesangscoaching Lydia Opilik, Sarah Zeller
Licht & Ton Georg Suter
Fotos, Flyer & Plakat Lothar Opilik
Bühnenbau Robert Schuler

In diesem Produktionsarchiv sind unsere bisherigen Theater- und Opernprojekte aufgelistet. Ein Klick auf einen beliebigen Titel führt zur jeweiligen Detailseite mit Bildern, Aufführungsdaten und weiteren Inhalten. Für genauere Auskunft oder weiterführendes Material über vergangene Projekte stehen wir jederzeit via Kontakt zur Verfügung.

Bisherige Produktionen

2015: Augenblick verweile doch... | Ein Faust-Projekt

Die Verführbarkeit des Menschen ist ein altes Thema, Goethes klassische Bearbeitung in seinen Faust speist sich ja bereits aus früheren Quellen. Wie sieht es heute aus mit der Verführung zum ‚Bösen’? Ist das für heutige Jugendliche noch ein Thema? Das Kollegitheater versucht in seinem diesjährigen selbst entwickelten Stück, in lockerer Anlehnung an Goethes Faust diesen Fragen nachzugehen. Unser Faust ist kein depressiver Gelehrter, sondern ein verunsicherter Jugendlicher, dem der smarte Mephisto verspricht, seine Wünsche zu erfüllen. Einiges wurde dabei über Improvisationen entwickelt, auch musikalische und choreographische Elemente haben wieder ihren Platz im Spiel-Raum zwischen Himmel, Welt und Hölle.

2014: Leonce und Lena | Lustspiel mit Musik frei nach Georg Büchner

Leonce und Lena ist die einzige ‚Komödie’ Büchners, wobei schon diese Einordnung problematisch ist, eher könnte man das Stück eine ‚lyrische Satire’ nennen. Der Inhalt ist scheinbar banal: Prinz Leonce vom Königreich Popo soll auf Veranlassung seines Vaters König Peter die Prinzessin Lena vom Königreich Pipi ehelichen. Das passt dem jungen Prinzen, den sein Leben unsäglich langweilt, in keiner Weise, und er beschliesst, sich zusammen mit Valerio, einer Art Narr, auf den Weg nach Süden zu machen. Unterwegs begegnen sie – wie kann es anders sein – der Prinzessin Lena, die genauso wenig begeistert von der Zwangsheirat in Begleitung ihrer Gouvernante nach dem Märchenprinzen sucht, den sie lieben kann. In einem grotesken Finale kommt es zu einer merkwürdigen Hochzeit, die freilich nur sehr vordergründig als Happy End erscheinen mag.

2013: König Ubu | Groteske frei nach A. Jarry

Ursprünglich war es eine Art Schülerstreich: Der 15-jährige Jarry schreibt zusammen mit einem Freund ein Marionettentheater, die Hauptfigur trägt Züge eines verhassten Physiklehrers. Ein paar Jahre später und nach gründlicher Überarbeitung hat es 1896 in Paris Premiere, provoziert einen Theaterskandal und wird – von den Surrealisten gefeiert – zum Klassiker des grotesken Theaters.1

2012: Wie es euch gefällt | Komödie mit Musik frei nach W. Shakespeare

Eine Komödie über Identität, Geschlechterrollen, Ausstieg und Utopie. Da gibt es den Bereich des Hofes, eine reglementierte und kalte Welt, seit Herzog Frederick seinen Bruder vertrieben hat und nun selbst mit eiserner Hand regiert. Kein Ort für freiheitsliebende Gemüter also und so macht sich nach einigen unschönen Intrigen bald eine bunt gemischte Gruppe auf in den Ardenner Wald, wohin sich auch schon der vertriebene Herzog zurückgezogen hat. Dieser Wald ist eine Art utopischer Bereich, eine Künstlerkolonie, Aussteiger-Zuflucht - ein Ort der Verwandlung und Anarchie. In seinem Bannkreis wird verführt und verzaubert, Köpfe werden verdreht, mit Identitäten wird gespielt, ja man kann sogar sagen: Hier zeigt sich erst die Notwendigkeit zu spielen und spielend der Welt zu begegnen: All the world's a stage.

2011: Peer Gynt | Stück mit Musik | von Beate Rüter frei nach Henrik Ibsen

Das Stück erzählt die Geschichte vom jungen Bauernburschen Peer, der vom Totenbett seiner Mutter Aase in die weite Welt zieht - aus Abenteuerlust, vor allem aber auf der Suche nach der eigenen Identität. So verlässt er Solveig, die ihn liebt, und heisst sie, auf ihn zu warten - er geht "aussen herum" um die halbe Welt. Er begegnet seltsamen Trollen, verfällt der Tochter des Trollkönigs, wird reich durch Sklavenhandel in Afrika, träumt davon, durch sein Geld zum Kaiser der Welt zu werden und landet schließlich in Kairo im Irrenhaus. Als alter Mann und unerkannt kehrt Peer nach Hause zurück. Er erfährt, dass man ihn für tot hält, einzig Solveig wartet auf ihn.

2010: Alice im Wunderland | Stück mit Musik nach L. Caroll von R. Schimmelpfennig.

Alice im Wunderland ist ein Kinderbuchklassiker, der aufgrund seiner Vielschichtigkeit freilich für alle Altersstufen Interessantes und Spannendes zu bieten hat. Alice landet in einer traumartigen Unterwelt, die voller Absurditäten und Paradoxa ist. Sie erlebt die merkwürdigsten Abenteuer und begegnet den seltsamsten Wesen wie dem Hutmacher, der Grinsekatze oder Humpty Dumpty. Herkömmlich Ordnungssysteme sind aufgehoben und Alice, in den Grundfesten ihrer Identität erschüttert, steht vor der Frage: Wer bin ich eigentlich?

2009: Eine Odyssee | Stück mit Musik frei nach Homer.

Die Odyssee entstand vor mehr als 2800 Jahren und gehört zu den wohl einflussreichsten Werken der abendländischen Literatur. Menschliche Irrwege und Krisen aller Art, Trouble im Götterhimmel, Intrigen, Theaterdonner und die Frage hinter allem: Wer braucht hier wen? Die Götter die Menschen oder die Menschen die Götter?

2008: Abu Hassan | Singspiel in einem Akt.

Abu Hassan, ein sympathischer Taugenichts in finanziellen Nöten, heckt zusammen mit seiner Frau Fatime einen haarsträubenden Plan aus, um zu Geld zu kommen.

2008: Frühlings Erwachen | Stück mit Musik.

Franz Wedekinds Drama macht die Wirrungen und Nöte der Pubertät in einer für die damalige Zeit sehr provozierenden Weise zum Thema.

2007: Linie 1 | Musikalische Revue.

Eine junge Ausreisserin aus der Provinz landet sechsuhrvierzehn am Bahnhof Zoo, auf der Suche nach ihrem ‚Märchenprinzen’, einem Berliner Rockmusiker.

2006: Die Dreigroschenoper | Stück mit Musik.

Für das Jubiläumsjahr bringt das Schultheater der KKS das legendäre Werk von Bert Brecht und Kurt Weill auf die Kollegi-Bühne.


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Kollegitheater-Produktionen auf Vimeo oder Youtube

Folgende Kollegitheater-Produktionen sind auf Vimeo oder Youtube verfügbar:

Alice im Wunderland (hier)
Peer Gynt (hier)
König Ubu (hier)
Augenblick verweile doch (hier)
Viel Spass! :)

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